Foto: Seenotrettungskreuzer

Während meines Urlaubs habe ich mit meiner Familie die Möglichkeit genutzt, mich am „Tag der Seenotretter“ 2018 in Ueckermünde über die Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zu informieren.

Am 29. Juli fanden an der gesamten deutschen Nord- und Ostseeküste zahlreiche Aktionen der DGzRS zum 20. Tag der Seenotretter statt. An 41 teilnehmenden Stationen konnten dabei ca. 25.000 Gäste begrüßt werden.

Was wurde geboten?

Neben allgemeinen Informationen zur Arbeit, leckeren Speisen und Getränken sowie Musik, standen vor allem Arbeitsgeräte und Rettungsübungen im Mittelpunkt. So konnte man Seenotrettungskreuzer und -boote nicht nur besichtigen, sondern auch mit ihnen mitfahren. Die Freiwilligen beantworteten alle Fragen, z.B. Wie Menschen aus der Ostsee gerettet werden oder wie die Arbeit auf einem Seenotrettungskreuzer aus aussieht.

Warum ist die Arbeit so wichtig?

Das Einsatzgebiet der DGzRS ist groß: Es reicht von der Nordseeinsel Borkum bis zur Pommerschen Bucht. Die DGzRS ist dabei einer der leistungsfähigsten Seenotrettungsdienste der Welt, der mit derzeit rund 60 Seenotrettungskreuzern und -booten an 365 Tagen im Jahr im Einsatz ist. Fast 1.000 deutsche Seenotretter sind dabei dauerhaft für uns alle im Einsatz. Davon sind nur rund 20% Festangestellte, alle anderen arbeiten ehrenamtlich. Im vergangenen Jahr haben sie in über 2.000 Einsätzen fast 500 Menschen geholfen. Und auch in diesem Jahr vergeht kaum ein Tag, an dem die Frauen und Männer der DGzRS nicht hinaus auf Nord- und Ostsee fahren müssen. Mit ihrem Engagement sorgen sie für unsere Sicherheit auf See.

Die Seenotretter finanzieren sich dabei ausschließlich durch Spenden und andere Zuwendungen. Deswegen ist es wichtig, dass jeder der kann auch etwas gibt. Beim Tag der Seenotretter haben wir das getan und auch damit Danke für einen gelungenen Nachmittag gesagt. Jeder kann helfen – auch mit einer Spende.

Verbundenheit mit Berlin

Schon lange gibt es eine enge Verbundenheit der Berlinerinnen und Berliner mit der DGzRS. Das liegt sicher auch daran, dass es viele wassersportbegeisterte Menschen in der Hauptstadt gibt, die auch viel auf Nord- und Ostsee unterwegs sind. Laut den Seenotrettern unterstützen mehr als 13.000 Berliner mit regelmäßigen Spenden und etwa 400 Sammelschiffchen die Arbeit der DGzRS. Seit dem Jahreswechsel 2016/2017 gibt es auch wieder ein neues Schiff mit dem Namen Berlin (stationiert in Laboe): Den Seenotrettungskreuzer BERLIN mit dem Tochterboot STEPPKE.

Die Seenotretter in 50 Sekunden

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